Beziehungen – Was wir tun können, damit sie gelingen?

…4-tägiger Online-Workshop für friedvolle, tragfähige, resiliente Beziehungen in Partnerschaft, Familie, Freundschaft & mehr

„The truth of who we are

is that we are

because we belong.“

Desmond Tutu

Beziehungen sind das wichtigste im menschlichen Leben

Von allem, was unser Leben ausmacht, scheinen es vor allem unsere engen persönlichen Beziehungen zu sein, die uns im Leben besonders glücklich und zufrieden machen. Sogar unsere körperliche Gesundheit und unsere Lebenserwartung beeinflussen sie enorm. 

Dabei spielt nicht so sehr die Anzahl von geliebten Menschen eine Rolle, sondern vor allem kommt es auf die Qualität unserer engeren Beziehungen an.

Wir sehnen uns danach einander vertrauen zu können, uns gesehen und gewertschätzt zu fühlen, Mitgefühl und Verständnis zu erleben, uns innerhalb der Beziehung gemeinsam und individuell weiter zu entwickeln und vieles mehr.

Wohl kaum ein anderes Thema hat so viele Menschen angeregt, auf Basis eigener Erfahrungen und Ideen Theorien aufzustellen und Methoden dazu zu entwickeln, wie wir unsere Partnerschaften und andere nahe Beziehungen gelingend gestalten können?

Doch nicht alle Theorien bewähren sich in der Praxis.

Die Herausforderungen hier und heute

Vielmehr leben wir in einer Gesellschaft, wo jede dritte Ehe wieder geschieden wird und viele Kinder in zerrütteten Haushalten aufwachsen.

Die wenigsten von uns hatten das seltene Glück, in Familienverhältnissen aufzuwachsen, wo gelingendes in-Beziehung-Sein beständig vorgelebt wurde.

Verglichen mit den Kindheits-Geschichten unserer Lehrerin Sobonfu Somé oder der Gemeinschaftskultur, die wir bei den Ju’hoansi in der Kalahari auf unseren kurzen Besuchen miterleben konnten, zeigt sich in den meisten westlichen Biografien schon in der frühesten Kindheit ein deutlicher Mangel an wesentlichen sogar bekannten Kernzutaten für das Erlernen von Beziehungskompetenz.

So ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen (so wie es uns selber auch ging) nicht nur schmerzliches Auseinandergehen von geliebten Menschen erleben (und manchmal immer wieder), sondern wie Beziehungen regelrecht zerbrechen.

Den Mut immer wieder finden

Es braucht viel Mut und Demut, sowohl um Beziehungen wieder zu heilen, als auch um nach Trennungen genügend Zuversicht zu finden, es noch einmal zu wagen.

Manchmal jedoch kann gerade das Durchleiden des Allerschlimmsten (und das Betrauern der Verluste) danach ermöglichen, ein Stückchen weiter über den bisherigen Tellerrand hinaus zu schauen und sich Hilfe zu suchen, bei Menschen die sich wirklich auskennen.

Das jedenfalls haben wir gemacht und sind tatsächlich und zum Glück fündig geworden. 🙂

Auch wenn wir uns selbst also längst nicht für Beziehungs-Expert*innen halten, haben wir viele hilfreiche Zutaten gesammelt, die es leichter machen können und die wir gern teilen.

Worauf kommt es wirklich an?

Glücklicherweise haben viele Forscher*innen in den letzten Jahren begonnen, Stück für Stück zu entschlüsseln, was tatsächlich verlässliche “Zutaten” für glückliche Beziehungen zu sein scheinen und wie wir diese für uns selbst und innerhalb von Beziehungsräumen entdecken und anwenden können.

Denn es gibt auch in unserer Gesellschaft Menschen, die so viel Beziehungskompetenz mitbringen, dass sie von John & Julie Gottmann bewundernd “Marriage Masters” (=Meister*innen der Ehe) genannt werden.

In dieser Workshop-Reihe werden wir solide belegte grundlegende Erkenntnisse darüber betrachten, wie Menschen es auch heute und hier innerhalb unserer Kultur schaffen können, Beziehungen gesund zu gestalten, und bewährte Methoden ausprobieren.

Immerhin stammen viele unserer Verbindungskultur-Grundlagen und Elemente für die Arbeit mit Gruppen, Teams und Gemeinschaft ursprünglich aus der Paar- oder Familien-Forschung – eben weil in diesen Bereichen inzwischen so viel fundiertes Wissen darüber existiert, wie wir enge persönliche Beziehungen tragfähig, resilient und sogar glücklich gestalten können.

Gemeinsam Wege auch durch Konflikte finden

Viele Menschen kennen die zutiefst leidvolle Erfahrung, angesichts scheinbar unüberbrückbarer Differenzen mit einem Gefühl von Ohnmacht oder Hilflosigkeit vor den Scherben einer Beziehung zu stehen, die unwiederbringlich zerstört zu sein scheint.

Dabei können gesund navigierte Konflikte für eine Beziehung wie das Salz in der Suppe sein!

Sie nicht auszublenden, sondern mit ihnen tanzen zu lernen, macht das Miteinander schmackhafter und langfristig nahrhafter.

Auf den Spuren hilfreicher Kommunikations-Muster und mit Unterstützung durch ganz konkrete Werkzeuge und Herangehensweisen wollen wir erforschen und ausprobieren, wie genau das hier und heute praktisch gehen kann.

“So grace in the family is broken and restored,

broken and restored, broken and restored, 

not by going back to the same place, 

but by growing.

Sobonfu Somé

Beschreibung

Der Workshop-Rahmen

Wir treffen uns in einer kleinen Gruppe vom maximal 16 Menschen in unserem Circlewise-Zoom-Raum.

Die Workshops starten jeweils am Donnerstag um 10:00 Uhr und enden am Sonntag um 13:00 Uhr. Täglich werden wir von ca. 09:00 Uhr bis maximal 22:00 Uhr zusammen sein.

Darin enthalten werden sowohl on-line-, als auch “on-land”-Aktivitäten draußen in der Natur sein und wir werden ausreichend Pausen für Erholung und Bewegung einbauen.

Auch während der Zoom-Zeiten bist du eingeladen, gut für dich und dein körperliches Wohlergehen zu sorgen, es dir so richtig gemütlich zu machen, auch mal im Liegen oder Stehen zuzuhören, deine Kamera abzuschalten oder sogar übers Telefon beim Spazierengehen oder draußen in der Sonne liegend dabei zu sein.

Du brauchst eine stabile und kräftige Internetverbindung, zum Beispiel einen DSL Zugang, dazu ein Smartphone oder noch besser einen Computer, so wie auch einen ruhigen, möglichst störungsfreien Raum von dem aus du dich einwählen kannst.

Viele Menschen haben gute Erfahrungen gemacht, einfach von zuhause aus dabei zu sein, selbst wenn noch andere Familienmitglieder oder Mitbewohnende daheim sind.

“Frieden entsteht nicht

wenn es keine Konflikte mehr gibt,

sondern, wenn wir die Fähigkeit erlangen,

mit ihnen umzugehen.

Mahatma Gandhi

Überblick

Themen und Inhalte

  • Beziehungen – Was sie sind und was sie für unser individuelles, sowie für unser kollektives Leben bedeuten?
  • Vertrauen – Wie es entsteht, was es beschädigen kann (was oft schon viel früher passiert, als uns selbst bewusst ist), wie wir es in Interaktionen und sogar in konflikthaften Gesprächen nähren und stärken können?
  • Einstimmung / Attunement, Empathie & Mitgefühl – Warum sie so wichtig sind, was genau wir tun können, sie zu begünstigen?
  • Sichere Bindung – Wie sie entsteht, wie sie sich zeigt, wie wir sie stärken und weiterschenken können?
  • Konflikte – Welche enorme Bedeutung sie für Beziehungen haben und welche Zutaten es braucht, um sie beziehungsfördernd zu navigieren?
  • Stress, Überlebensreaktionen & Schutz-Emotionen – Wie wir für uns selbst und unser Gegenüber erste Hilfe leisten und durch unser bewusstes Wahrnehmen und erlernbares hilfreiches Verhalten auch im Angesicht von Angst, Wut und Zorn Eskalationen vermeiden können?
  • (Innere) Konflikte & Ehrlichkeit – Wie wir aufrichtig fühlen und empfinden können, was alles in uns da ist, uns mit uns selbst einig werden und uns mit Worten und non-verbal zum Ausdruck bringen können?
  • Selbst-Liebe & Selbst-Mitgefühl – Wie können wir für uns selbst innerhalb und jenseits von Beziehungen sorgen?
  • Bedürfnisse & Strategien – Wie wir herausfinden können, worum es uns und unserem Gegenüber im Kern geht, um für uns selbst und gemeinsam Strategien zu finden, die für alle Beteiligten stimmig sind?
  • Vereinbarungen & Sicherheit – Wie wir unsere eigenen grundlegendsten Bedürfnisse nach Sicherheit, Schutz, Ruhe oder Geborgenheit ins Zentrum unseres inneren Gartens rücken, und für das Miteinander mit anderen wie in der Natur lebendige Übergangsbereiche und fruchtbare Randzonen begünstigen können?
  • Entschuldigen & Reparieren – Wie wir von uns ausgehende, unabsichtliche oder absichtlich ausgeteilte Verletzungen erkennen, unseren Kurs korrigieren und einen Riss in der Verbindung vielleicht wieder gut machen können?
  • Konsens & Integration – Wie wir (gemeinsame) Lösungsfindung angehen können, in denen die Bedürfnisse aller Beteiligten respektiert und angenommen werden?
  • Frieden – Was wir aus der Frühgeschichte und von anderen Kulturen über das menschliche Potential für ein friedvolles, kooperatives Miteinander lernen können und wie wir dieses Potential in uns selbst stärken können?

“Integration ist nicht dasselbe wie Verschmelzen.

Integration bedeutet, Elemente unseres vielfältigen Selbst zu erhalten, während wir auch die Verbindungen zwischen einander stärken.

Teil eines “Wir” zu werden bedeutet nicht

mein “Ich” zu verlieren.”

Daniel Siegel

Das Workshop-Team

Elke Loepthien-Gerwert

Beziehungen

Elke ist Gründerin von Circlewise und sie hat die Verbindungskultur-Konzepte entwickelt, die das Herz vom Circlewise Institut bilden. Als eine Art “Kultur-Ingenieurin” verknüpft sie die Erkenntnisse moderner Lebenswissenschaften mit von naturverbunden Kulturen inspirierter Weltsicht und erforscht, entwickelt und praktiziert seit über 15 Jahren die Kunst des Verbindungswebens, in deren vielen unterschiedlichen Facetten.

Ein großer Teil ihres Lebenswerks findet sich als Inhalte und Methoden in unseren Weiterbildungen und unserem Ansatz für Trauerarbeit wieder – ein ganzes Paket an Lern-Erlebnissen für WegbereiterInnen von Verbindungsfördernder Gesellschaftsgestaltung.

Wichtiger Bestandteil ihrer eigenen Ausbildung war ein Training in „Cultural Mentoring & Regenerative Community Design“ am Regenerative Design Institute und 8 Shields Institute in Nordkalifornien und bei der internationalen Gaia University

Elke hatte das große Glück, während der letzten Jahrzehnte neben ihrer intensiven Beschäftigung mit den Erkenntnissen der modernen Psychologie und Sozialforschung (beispielsweise durch das Greater Good Science Center der Universität in Berkeley, Kalifornien), immer wieder auch in intensivem Kontakt von Menschen wie Sobonfu Somé lernen zu können, die selbst in naturverbundenen und gemeinschaftsorientierten Kulturen aufgewachsen oder ausgebildet worden sind.

So kann sie eine Brücke bauen: Von den Geschichten ursprünglicher Dorf-oder Stammes-Kultur hin zu den von ihr selbst entwickelten Ansätzen für eine zeitgemäße, authentische Gemeinschaftskultur, die wir als Menschen hier und heute umsetzen und lebendig machen können.

Elke ist Diplom Ingenieurin für Landschaftsnutzung und Naturschutz (FH), psychologische Beraterin, hat mehrere Jahre lang als Beraterin und Coachin für Gaia University International gearbeitetwo sie Studierende aus aller Welt dabei begleitete, deren individuellen Lernwege zu entdecken und zu gestalten, und sie war ehrenamtlich für das 8 Shields Institute tätig.

Seit 2010 leitet und begleitet sie Teams für Workshops, (Großgruppen-)Events und Weiterbildungen im In- und Ausland, ist als Coachin/Beraterin für Team-LeiterInnen in Unternehmen, für Gemeinden und gemeinnützige Organisationen tätig und lehrt ihre Konzepte bei den Veranstaltungen vom Circlewise Institut.

Zusammen mit Aaron Gerwert leitet Elke die Circlewise GbR.

Aaron Gerwert

beziehungen

Aaron ist Naturverbindungsmentor und Co-Leiter der Circlewise GbR, die das Herz vom Circlewise Institut bildet. Er war Gründer und bis 2016 Leiter der Wildnisschule Reineke, wo er unter anderem Waldläufer-Banden und Familien-Camps konzipierte und begleitete.

Eine schwere Krankheit führte ihn in die Tiefen des Mensch-Seins, und damit auf eine intensive Spurensuche und Beschäftigung mit zahlreichen ganzheitlichen Heilmethoden und Entwicklungs-Wegen für Seele, Geist und Körper.

Aaron ist Vater von zwei Kindern.

Er war mehrere Jahre als Begleiter in einer Wohngruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen tätig. Er ist Absolvent des Internationalen Permaculture Design Certificate Courses und des Circlewise Leadership Trainings, und Co-Leiter von Circlewise.

Mit Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen und herzlichem Humor begleitet er Menschen durch Wachstumsprozesse.  Seine Musik, die aus seiner tiefen, authentischen Verbindung mit der Natur erwächst, berührt, inspiriert und begeistert.

Of all the experiences we need to survive and thrive,

it is the experience of relating to others

that is the most meaningful and important.

Louis Couzolino

Termin & Preis

Termin

voraussichtlich in 2023, genauer Termin wird noch bekannt gegeben

Preis

450 € (inkl. MwSt.)

Die Teilnehmenden-Anzahl ist begrenzt auf maximal 16 Personen. 

Rahmen

Der Workshop findet online statt. Damit die Zeit für dich so richtig befriedigend sein kann, haben wir in den letzten Jahre einige essentielle Zutaten gesammelt, die du vielleicht für die Vorbereitung für dich nutzen magst:

Wir können ganz sicher sagen, dass auch über Zoom ein sicherer, geborgener und ganz fruchtbarer Raum zwischen uns entstehen kann, der sich super eignet um Inhalte zu bewegen und zu reflektieren, sich miteinander auszutauschen und sich intensiv verbunden zu fühlen.
Mit das allerwichtigste dafür ist auf jeden Fall, dass du dir die gesamte Zeit freihältst, genauso als würdest du wegfahren, damit wir an den Tagen selbst mit genügend bildschirmfreien Pausen und offline-Aktivitäten auf eine ganz organische Weise uns gemeinsam durch die Zeit bewegen können.

Technische Voraussetzungen

Du brauchst eine stabile und kräftige Internetverbindung, zum Beispiel einen DSL-Zugang oder LTE-Empfang, mit Daten-Flatrate oder ausreichendem Datenvolumen, dazu ein Smartphone oder noch besser einen Computer, so wie auch einen ruhigen, möglichst störungsfreien Raum von dem aus du dich einwählst.
(Wenn das zuhause schwierig erscheint wäre vielleicht ein Gästezimmer bei Freunden oder sogar eine Ferienwohnung im Grünen eine Alternative.)

Ablauf & Gestaltung

Die einzelnen online-Sessions werden nicht länger als 1,5-2 Std. sein, mit Pausen, Bewegung und anderen Aktivitäten nach Bedarf dazwischen, damit wir gesund und glücklich durch die 2×4 Tage kommen.
Du brauchst dabei nicht die gesamte Zeit auf den Bildschirm konzentriert sein, sondern kannst sehr gern auf der Couch liegen, ab und zu die Augen schließen oder aus dem Fenster schauen, dir deinen Computer so hoch stellen, dass du mal eine Zeit lang im Stehen dabei sein kannst, oder nebenbei durchs Zimmer spazieren oder auf dem Trampolin springen – was auch immer dir gut tut, um präsent und entspannt bleiben zu können, ist genau richtig.
Auch in einen anderen Raum zu wechseln, die Sitzgelegenheit zu verändern oder den Standort von Laptop oder Handy kann zwischendurch gut tun.
Vor allem kann es richtig schön sein, mindestens einmal am Tag einfach mit uns draußen spazieren zu gehen, und dich über dein Handy einzuwählen.
Auch nebenbei etwas basteln, schnitzen, stricken etc. kann gut tun und lässt sich sehr gut vereinbaren.

Hast du Interesse, mit dabei zu sein?