eine Win-Win-Win-Lösung für den Boden, die Landwirtschaft und das Klima

2-Tages-Seminar mit Stefan Schwarzer und dem Verbindungskultur e.V.

Sa. 20. Juli um 9:00 – So. 21. Juli um 16:00


Ein Hauptproblem unserer Klimakrise ist die CO2-überlastete Atmosphäre. Etwa die Hälfte der Treibhausgase wird direkt oder indirekt durch die vorherrschende konventionelle Landwirtschaft und Agroindustrie verursacht. Durch Entwaldung, Humusabbau und weltweite Bodenerosion wird Kohlenstoff aus dem Boden freigesetzt. Die weiterhin wachsende Produktion und Nutzung von chemischem Dünger wie auch die Massentierhaltung setzt mit den massiven Ausstoß von Treibhausgasen noch eins drauf.

Durch regeneratives Ackern, Pflanzen und Gärtnern können wir Böden wieder zu hervorragenden Speichern von Kohlenstoff machen. So können wir selbst im Kleinen bei uns im Garten und im Großen durch die Unterstützung einer regenerativen Agrikultur dazu beitragen den Kohlenstoff aus der Luft zurück in den Boden zu holen. Dies hat vielfältige Vorteile für den Boden, die Pflanzen und unsere Gesellschaft. Des Weiteren können wir durch dezentrale integrierte Ansätze des Tier- und Weidemanagement den eigenen CO2- und Methan-Ausstoß verringern.
Eine regenerative, d.h. ressourcenschonende und –aufbauende, Agrikultur ist eine ganzheitliche, eine Vielzahl von Methoden umfassende Praxis, die Böden aufbaut und aktiv die Regenerationskräfte (Selbstheilungskräfte) der Natur unterstützt.
Dem zugrunde liegt ein ökosystemischer Ansatz, der gleichzeitig verschiedene Faktoren beachtet und verbessert: Boden, Luft, Wasser, Artenvielfalt, Ernährung, Gesundheit, und auch soziale Aspekte wie mehr Frieden und Gerechtigkeit im Miteinander.
In diesem 2-tägigen Seminar werden wir Rekarbonisierungsansätze für Böden kennenlernen und anhand von Beispielen verschiedene Aspekte des klimafreundlichen Wasser-, Tier- und Weidemanagements kennenlernen.


Kursinhalte

  • Herangehensweise und Methoden einer ressourcenaufbauenden Landwirtschaft aus einer holistischen und integrierenden (Permakultur-) Perspektive
  • Kleine Bodenexkursion und Einblick in das Wood Wide Web (Bodennahrungsnetz)
  • Integrierte Tierhaltung in Permakultursystemen
  • Keyline Design und Prinzipien
  • Holistisches Weidemanagement nach Allan Savory
  • Bodenaufbau und gesteigerte Produktivität durch lokal angepasstes Wassermanagement


Unser Gastlehrer: Stefan Schwarzer

http___lebensraum-permakultur.de_wp-content_uploads_2012_07_Portt-Stefan-SchwarzerStefan ist Physischer Geograph und Permakultur-Designer. Seit 2000 arbeitet er für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt.
Eines seiner Herzensanliegen ist die Verbindung globaler Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur.
Seit Ende 2012 lebt er in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof und organisiert dort das seit 2017 statt findende Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«.
Sein Blog Lebensraum-Permakultur.de ist gefüllt von seiner Begeisterung und dem eigenen Forschen mit Permakultur und Landwirtschaft.

Über den Seminar-Rahmen

Seminarzeiten
Beginn: Samstag, 20. Juli um 9:00 Uhr
Ende: Sonntag, 21. Juli um 16:00 Uhr
Teilnahmegebühr auf Spendenbasis (Richtwert 50€ nach Selbsteinschätzung)
Zzgl. biologischer Vollverpflegung: 25€/Tag
Unterkunft: 11€/Nacht im eigenen Zelt oder Auto
Wenn du unbedingt teilnehmen willst, aber vor einer finanziellen Hürde stehst, melde dich bei uns – wir finden einen Weg!
Adresse
Verbindungskultur e.V. Gelände
Hohlenstein 34, 88693 Deggenhausertal
Anmeldung
per Mail an verbindungskultur.verein@posteo.de
Bitte gib bei der Anmeldung an, ob Du am Platz übernachten möchtest und die Art deiner Unterbringung (Zelt, Auto) und falls du Nahrungsmittelunverträglichkeiten hast.

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