Safer Spaces & Belonging
…5-tägiger Grundlagen-Kurs für Multiplikator*innen
für das Gestalten von sichereren Räumen für Treffen, Veranstaltungen, Projekte sowie für Initiativen und Teams in Unternehmen oder NGOs
Es gibt so viel zu tun, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen – und fast nichts davon könnten wir alleine schaffen.
Als Menschen brauchen wir einander – nicht nur aufgrund unserer Biologie, die uns als zutiefst soziale Wesen für ein Leben in Gemeinschaft und Zugehörigkeit mit anderen ausgestattet hat.
Sondern wir brauchen einander auch, um gemeinsam mehr von dem zu bewirken, was es uns ermöglichen kann, als Menschen und mit Menschlichkeit zu existieren und zu handeln. Sozialer Zusammenhalt ist nicht nur global von Bedeutung – sondern auch im Kleinen: In unseren Teams, Organisationen, Initiativen, Freund*innenkreisen und Familien.
Umso mehr gilt dies in Zeiten und Kontexten, die von Stress, Bedrohungen, Ungleichheit, Konflikten und gesellschaftlicher Zersplitterung geprägt sind.
Dabei geht es nicht darum, uns gegenseitig in Wattebällchen zu packen, in denen wir uns gemeinsam vor dem Leid der Welt verstecken können, ganz im Gegenteil!
Sichere Räume können so nährend sein, dass sie es leichter machen, uns auch schwierigen Themen und Konflikten zu stellen. Angesichts der Kraft vieler Schultern kann die Last des Lebens und auch die Last von kollektiven Verlusten und Krisen sich ertragbarer anfühlen.
Beim Gestalten von sozialen Räumen geht es darum, uns dem Ermöglichen von subjektiver Sicherheit so gut wie möglich anzunähern. Hierfür ist es wichtig, auch die Realität von gesellschaftlicher Ungleichheit, Diskriminierung oder persönlichen, historischen und transgenerationalen Traumata und struktureller Gewalt einzubeziehen.
In unserer Erfahrung können Safer Spaces einen fruchtbaren Nährboden für Beziehungen bilden, die sich weit über einen formalen Kontext hinaus entwickeln und in echte Freundschaften übergehen können.
Damit können wir auch außerhalb des jeweiligen Kontexts von Treffen und Veranstaltungen Menschen dabei helfen, tragfähige Beziehungsnetze zwischen einander zu knüpfen, die weit in die größeren Gemeinschaften und dadurch auch in die Gesellschaft hinein wirksam sein können.
Der Workshop ist eine Einführung ins Gestalten sicher(er) Räume. Dabei werden wir Grundlagen und Hintergrundwissen mit dir teilen und auch viele konkrete, von uns praktische erprobte Vorgehensweisen empfehlen.
(Etwa die Hälfte der Workshop-Zeit besteht aus theoretischem Lernen, eingebettet in persönlichen Austausch, Übungen und Reflexionen.
Wie tief wir die einzelnen Themen behandeln, wird sich vor allem nach eurem Interesse als Teilnehmende richten.)
11.-15. März 2026
Start am Mittwoch mit einem gemeinsamem Abendessen um 18:30 Uhr.
Ende am Sonntag um 13:00 Uhr, danach noch gemeinsames Mittagessen und/oder Abreise.
650 € – Normalpreis
400 € – Ermäßigter Preis für Geringverdienende und Menschen, die das Gelernte im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit einsetzen wollen
900 € – Solidarpreis für Menschen, die mehr bezahlen können um die Teilnahme für andere zu erleichtern und für von Unternehmen oder Institutionen entsandte Teilnehmende
zzgl. Unterkunft & Verpflegung im Seminarhaus Lindenhof
(In Ausnahmefällen ist eine Zahlung in Raten möglich, ab dem Zeitpunkt der Anmeldung.)
Unser Preissystem dient dazu, nach dem Solidarprinzip strukturell benachteiligten Personengruppen den Zugang zu unseren Weiterbildungen zu erleichtern.
Oft bezahlen Arbeitgeber*innen für diesen Workshop oder geben einen Zuschuss – Nachfragen lohnt sich!
Für Menschen aus gesellschaftlich besonders diskriminierten Bevölkerungsgruppen vergeben wir zusätzlich eine begrenzte Anzahl an Reparations-Freiplätzen (siehe unten).
Das Seminarhaus Lindenhof ist ein wunderbarer Ort, auf einer Hochebene von etwa 900m Höhe mitten in einem ausgedehnten Waldgebiet gelegen. Der Lindenhof ist ein Einzelanwesen mit lauschigen Plätzchen im weitläufigen Gartengelände und Obstwiesen. Ausgehend vom Luftkurort Möhringen am Rande der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald über dem Tal der jungen Donau gelegen führt ein 3 km langer ansteigender Waldweg raus aus dem Alltag und dem Himmel ein Stück näher.
Alle Mahlzeiten stammen aus der hauseigenen vegetarisch-biologisch-regionalen Küche, viele Lebensmittel kommen direkt aus dem Garten hinterm Haus.
Hier kannst du dich verbindlich anmelden:
Mit unserem Wirken stehen wir dafür ein, historisch entstandene Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung in all ihren offensichtlichen und subtilen Erscheinungsformen sichtbar zu machen, in uns selbst und innerhalb der Gesellschaft und wir streben danach, Räume zu kreieren, um diese aufzuarbeiten.
Es ist uns ein Anliegen, dass insbesondere Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder geschlechtlicher Identität auch heute immer noch alltäglich Diskriminierung erfahren, sich in unseren Veranstaltungen nicht nur sicher, willkommen und ermächtigt fühlen können, sondern auch einen erleichterten Zugang zu unseren Angeboten haben.
Als eine Geste für Reparation und einen kleinen Beitrag zu einer dringend notwendigen kollektiven Wiedergutmachung haben wir uns deshalb entschieden, unseren Spielraum für Rabatte und Vergünstigungen vollständig Personen zur Verfügung zu stellen, die historisch und aktuell am stärksten diskriminierten Bevölkerungsgruppen angehören, wie Menschen nicht-binärer (und Trans*-) Identität und nicht-weiße Menschen (BIPOC).
Wenn eines davon auf dich zutrifft, melde dich bei uns. Hier geht’s zu unserem Kontaktformular.

Rafael HeygsterKrisen-Kompass