Finde Erleichterung für was dich schmerzlich belastet
bei unserem
Trauerfeuer-Workshop
Fünf Tage lang kannst du in Gemeinschaft geborgen und liebevoll gehalten
deiner Trauer Raum geben und
Resilienz, Freude und Lebensmut stärken.
Ein erfahrungsreicher Workshop
mit 5 Präsenz-Tagen
Noch zwei Termine in 2026:
27.-31. Juli (Mo-Fr), teilweise im Freien
25.-29. November (Mi-So), Indoor
Seminarzentrum Schloss Bettenburg
mit behaglichen Räumen und
einem wunderschönen großen Park
Für Erleichterung, Trost, neuen Lebensmut
und gestärkte Trauerkompetenz
angesichts von persönlichen und kollektiven
Krisen und Verlusten.
Alle Trauer will irgendwann ausgedrückt werden – vielleicht ist es für deine Trauer gerade jetzt soweit?
Vielleicht trägst du Erfahrungen in dir, die weh tun: Konflikte, Erkrankungen, Abschiede, zerbrochene Beziehungen, Schmerz um verlorene geliebte Menschen oder auch Trauer und Angst über so viel Unrecht, Gewalt oder Zerstörung in unserer verletzten Welt.
Wenn viele kleine oder auch große, persönliche oder kollektive Verluste über unser Leben hereinbrechen, kann sich der Schmerz über sie alle bald wie ein Gebirge aus Trauer anfühlen, für das im Alltag kaum Platz ist. Oft funktionieren wir trotzdem einfach weiter und schieben den Schmerz immer wieder zur Seite – einfach weil es notwendig ist.
Doch wenn Trauer, Angst oder Wut über lange Zeit keinen Ausdruck finden, kann es innen stiller und stumpfer werden. Manche Menschen erleben, dass sie auch Liebe, Freude oder Dankbarkeit schwieriger spüren können, reizbarer sind oder sich selbst oder anderen gegenüber verletzend verhalten.
Für viele Menschen ist es heilsam, Gefühle nicht immer allein verarbeiten oder sogar festhalten zu müssen, sondern ihnen Ausdruck zu geben – manchmal mit Tränen, manchmal in Stille, in Worten, im Lauschen, im Atmen oder mit Handlungen. Forschung deutet darauf hin, dass Weinen körperlich entlastend wirken kann, weil es Prozesse anstößt, die Stress verringern und Wohlbefinden fördern. Manchmal erleben Menschen ihre Trauer auch ganz ohne Tränen dennoch intensiv, und auch das ist in Ordnung und eine von unzähligen hilfreichen Weisen, um deiner Trauer Ausdruck zu schenken.
Um wieder mehr innere Lebendigkeit zu spüren, braucht es vor allem einen geschützten Rahmen. Einen etwas sichereren Ort, an dem deine Trauer – so wie sie sich gerade zeigt oder noch versteckt – willkommen ist. Einen Raum, in dem dein Schmerz nicht „zu viel“ ist, sondern bezeugt und gewürdigt wird.
Beim Trauerfeuer-Workshop laden wir dich ein in einen gemeinschaftlichen Raum auf Zeit, in dem du und deine Trauer voll und ganz willkommen seid.
Hier brauchst du nichts zu leisten, musst nichts erklären oder beweisen. Du darfst kommen, wie du bist – mit deiner Trauer, deiner Erschöpfung, deiner Wut oder Verzweiflung, wie auch mit deiner Liebe und Dankbarkeit oder auch mit dem Gefühl, gerade gar nichts zu fühlen.
Egal ob du mit Tränen trauerst oder ohne, ob laut oder leise – du darfst in Gemeinschaft erfahren, wie entlastend es sein kann, Schmerz zu teilen und dich dabei gehalten, genährt und bestärkt zu fühlen.
Trauern hilft, Verluste zu verarbeiten – und es geht so viel leichter, tief zu trauern, wenn wir in Gemeinschaft sind. Ein Schmerz der sich für uns selbst vielleicht unerträglich anfühlt, kann viel tragbarer werden, wenn wir spüren, dass Menschen mitfühlend und bezeugend hinter uns stehen.
(Mehr über die Wirkweise unserer Trauerarbeit kannst du hier erfahren.)
Trauerprozesse nicht wegzuschieben, sondern ihnen Zeit und Raum zu schenken, lohnt sich! Denn egal wie viel Verzweiflung und Leid in uns sein mag, ist doch immer auch noch Lebendigkeit da – in uns und auch um uns herum – die weiterleben möchte.
Und egal wie einsam wir uns fühlen mögen, sind sind wir trotzdem umgeben von anderen lebenden Wesen, mit denen wir auf vielerlei Weisen zutiefst verbunden sind. Vor allem sind da Menschen und Lebensräume ganz in unserer Nähe, die uns im Hier & Jetzt wirklich brauchen können. Sie brauchen unsere Liebe, unsere Fürsorge, unser Hegen und Hüten und Mitgestalten.
Wir brauchen einander, weit mehr, als uns das oft bewusst ist. Gemeinsam ist alles Schwere und Schreckliche leichter zu ertragen. Und gemeinsam ist es auch leichter, immer wieder neuen Mut zu schöpfen.
Besonders deutlich erleichternd und bestärkend kann unser Trauerfeuer sich auswirken, wenn du vor Kurzem einen Verlust erlitten hast – oder dich aus einem anderen Grund in einer Phase der Trauer oder unbestimmten Traurigkeit, Einsamkeit oder Schwere befindest.
Alle Arten von vergangenen Verluste, deren schwere Last du seit Langem trägst und die nicht in der Tiefe betrauert werden konnten, können im Trauerfeuer bewegt werden.
Auch erst noch bevorstehende Verluste, wie sie durch die gegenwärtige und fortschreitende Zerstörung unserer Mit-Welt und durch die Klimakatastrophe zu erwarten sind, können ebenfalls einen hilfreichen Raum im Trauerfeuer finden.
Verluste, die betrauert werden wollen, können sein:
Unser Ritual-und Lern-Workshop eignet sich außerdem auch für Menschen, die allgemein ihr Gefühlsleben besser kennenlernen und vertiefen wollen und als Referenzerfahrung fürs Trauern in Gemeinschaft, wenn du beispielsweise als Therapeut*in, Pädagog*in, Ärzt*in, Sozialarbeiter*in, in Dienstleistungsberufen oder auch in der Wirtschaft viel mit anderen Menschen zu tun hast.
In unseren fünf gemeinsamen Tagen entsteht ein Rhythmus, der zugleich Halt gibt und viel Raum lässt. Wir bewegen uns in Wellen zwischen gemeinschaftlichen Zeiten und Phasen, in denen du für dich sein oder in kleineren Gruppen mehr zur Ruhe kommen kannst.
Dabei folgen wir auch einem groben Ablauf, den wir nach Bedarf auch anpassen werden. Deine Trauer und alle mit ihr verbundenen Emotionen sind durchweg und jederzeit willkommen. :-)
Überhaupt ist es bei jedem einzelnen Schritt, jeder Aktivität, jedem Moment möglich und eingeladen, für dich selbst zu entscheiden, inwieweit du daran teilnehmen möchtest. In den meisten Fällen ist es zudem auch leicht möglich, von uns vorgeschlagene Aktivitäten abzuwandeln und auszugestalten, bis sie für dich stimmig sind.
Tag 1
Wir starten mit einem gemeinsamen Abendessen und verbringen dann noch etwas Zeit mit ein paar einfachen Aktivitäten zum miteinander ankommen.
Tag 2
Der zweite Tag ist intensiver Vorbereitung gewidmet. Denn um gemeinsam auf eine so intensive Reise zu gehen, braucht es Zeit, auch Wissen und viel Orientierung, um miteinander mehr Sicherheit erfahrbar machen und einander für diese Zeit auf eine Weise ein Zuhause schenken zu können. Auch Austausch und liebevolles, mitfühlendes Zuhören haben hierfür eine wichtige Bedeutung.
Tag 3 und 4
Gemeinsam werden wir mehrere intensivere Trauer-Zeiten durchleben, in denen du deiner Trauer Ausdruck geben kannst, so wie es sich für dich stimmig anfühlt.
Zwischendurch bleibt Zeit, um draußen zu sein, spazieren zu gehen, zu ruhen, zu essen, zu schlafen, dich in kleiner Gruppe auszutauschen und nährende Begegnungen zu haben oder einfach tief durchzuatmen.
Tag 5
Zum Ausklang geben wir dir Orientierung, Rückenwind und Handwerkszeug mit, um das Erlebte und Gelernte in deinen Alltag integrieren zu können. Nach dem Abschluss gibt es noch ein (optionales) gemeinsames Mittagessen.
Und jeden Tag gibt es Musik
Ein wichtiger Aspekt unserer Trauerarbeit sind Lieder und Musik. Wir singen einfache, leicht lernbare Lieder, die niemand „perfekt“ können muss und die nicht von anderen Kulturen angeeignet sind. Klang und Rhythmus können Türen öffnen, wo Worte fehlen, und uns helfen, wieder in Kontakt mit unserem Atem und unseren Körpern zu kommen und sie helfen dabei, immer wieder unser Nervensystem zu entspannen. Niemand muss mitsingen, auch lauschen und genießen oder summen sind willkommen.
Egal was hinter deinem seelischen Leiden steht, du bist mit allen Verlust-Themen bei uns willkommen. Dabei sind sowohl persönliche, als auch kollektive Aspekte im Trauern häufig vereint.
Hier ein paar Beispiele, was Menschen beim Trauerfeuer häufig betrauern:
– Klimakatastrophe
– Zukunftsangst
– Tod und Sterben von Angehörigen
– Artensterben und Umweltzerstörung
– (chronische) Krankheit
– fortdauernder Verlust von geliebten Menschen, beispielsweise durch Demenz oder Koma
– Trennung von Partner*innen, Kindern, Freund*innen Lebensorten
– Sehnsüchte, die nicht gestillt werden können
– Rassismus, Sexismus und andere Formen der Ausgrenzung
– Genozide, Krieg
– (sexualisierte) Gewalt
– Traumatische Erlebnisse
– Behinderung
– Zerfall von Demokratien
– Rechtsruck
– Hilflosigkeit und Ohnmacht
– Einsamkeit
– Entwurzelung
– Altern
und noch unzähliges anderes mehr.
Auch du bist mit deiner einzigartigen Trauer von ganzem Herzen willkommen bei uns!
Das Jahresende bringt den oft grauen, nebligen November, in dem uns die Kahlheit der Bäume und der Erde bewusst machen, wie sich das Leben für den Winter in die “Unter-Welt” zurückzieht. Die Landschaft wird durchsichtiger, klarer.
Viele Menschen kommen in dieser Zeit auch in Kontakt mit ihrer inneren Trauer, mit starken Gefühlen, die wir manchmal schon seit Jahrzehnten mit uns tragen.
Die grauen Wochen vor Beginn der heimeligen Adventszeit führen uns in die Tiefen dieser Gefühle, manchmal bis zurück zu den Lebenswegen unserer Vorfahr*innen und der daraus erwachsenen transgenerationalen Trauer, die besonders belastend erlebt werden kann.
Unser indoor Trauerfeuer kann dir die Reise durch deine Trauer erleichtern und dabei helfen, daraus eine nährende und belebende Erfahrung zu machen – für einen hilfreichen Umgang mit kleinen und großen Schicksalsschlägen.
Dabei halten wir uns gemütlich warm im Haus auf und nutzen das lebendige, flackernde und auch wärmende kleine Feuer von hunderten Kerzen als ein leuchtendes Gegenüber für unseren Schmerz.
Dank viel weniger logistischem Aufwand erlaubt unser indoor Trauerfeuer etwas mehr Zeit, in der die Wellen deiner Trauer sich bewegen können und für die eigentlichen Trauerprozesse.
Deshalb ist es besonders gut geeignet für alle, die es gern ein bisschen behaglicher und wärmer haben oder empfindlich gegen tagelanges Einatmen von Rauch sind.
m Juli, wenn wir uns für das outdoor Trauerfeuer treffen, ist die Welt voll buntem Leben: Duftende Blüten, Hummelsummen, Schmetterlingszauber, betörende Wärme und ganz viel Licht umgeben uns.
Was vielleicht wie ein Widerspruch scheint, ist tatsächlich enorm unterstützend fürs Trauern!
Denn tiefes Trauern braucht ein starkes und spürbares Gegengewicht – damit wir uns überhaupt einlassen können, und auch um wieder gut daraus aufzutauchen.
Das besondere am Trauern im Sommer ist, dass eben um uns herum alles so wunderschön, lebendig, angenehm und wohltuend ist.
Die Wärme macht es leicht, sich fallen zu lassen und das pulsierende, farbenfrohe Leben unserer Mitwelt erinnert uns in jedem Moment daran, dass noch so viel mehr existiert und greifbar nah ist, als der Schmerz über all die Verluste, den wir in unserem Innern erleiden.
An die Helligkeit und Wärme der Sommerzeit werden wir andocken und die Tage mit ganz besonders viel Freude, Spaß, Musik und Tanz füllen, damit die gesammelte Erfahrung als ein kleines Licht für Lebensmut in unserem Inneren uns auch in den dunklen Winterstunden, die vor uns liegen, noch in der Tiefe wärmen kann. :-)
Das Trauerfeuer im Sommer kann wie ein kleiner Urlaub sein, erholsam, nährend und voller Leichtigkeit – und gerade deshalb tatsächlich ganz besonders tiefe Trauerprozesse ermöglichen.
Beide Rituale sind gleichwertig und kraftvoll und in beiden Ritualen kommt dem Feuer (egal ob als ein großes Lagerfeuer oder in Form von hunderten Kerzen) eine zentrale Bedeutung zu.
Unsere Erfahrung ist, dass gerade angesichts von plötzlichen schmerzlichen Verlusten, die es wirklich schwer machen, den Alltag durchzustehen, oder auch allgemein wenn der Zugang zum Trauern noch schwer fällt, auch mehrmalige Trauerfeuer in kürzeren Abständen sehr hilfreich sein können.
Für Wiederkommende geben wir eine starke Vergünstigung.
(In unserer Trauerprozessbegleitungs-Weiterbildung sind beide Trauertermine enthalten.)
Wir werden etwa 60-70 Personen sein, davon sind ein Viertel bis sogar ein Drittel unsere ehrenamtlichen Team-Menschen.
Auch wenn die meisten Menschen (wir selber auch) allgemein eher kleine Gruppen bevorzugen – das Trauern wird viel leichter, wenn wir viele sind.
Unsere Erfahrung ist: Je mehr Menschen im Raum sind, desto einfacher ist es, auch große, schwerwiegende Verluste anzusprechen, mitzuteilen und uns auf einen Trauerprozess einzulassen. Das Gewicht der emotionalen Schmerzen erscheint einfach irgendwie leichter und aushaltbarer, je mehr Schultern in einem Raum versammelt sind. Auf eine ziemlich wunderbare Weise können wir einanders Last mittragen – und uns gleichzeitig dabei alle unterstützt und erleichtert fühlen.
Das tut allen Anwesenden gut, egal ob du normalerweise eher introvertiert oder extrovertiert bist. Zudem sorgen wir dafür, dass es viele Gelegenheiten für Austausch mit nur wenigen Menschen gibt – um auch inmitten von einem halben „Dorf“ genug Momente von persönlichem Kontakt und Begegnung zu ermöglichen.
Kinder sind bei uns herzlich willkommen! Der Workshop ist familienfreundlich und Kinder bis 18 Jahre können kostenlos teilnehmen. Für die ca. 6-13jährigen wird tagsüber eine Kinderbetreuung angeboten, sie sind aber auch willkommen, bei uns Erwachsenen mit dabei zu sein.
Bitte melde dich wenn du mit Kindern kommen möchtest möglichst frühzeitig an, bestenfalls mindestens vier Wochen vorher, und teile uns in bei deiner Anmeldung auch Namen und Alter der Kinder mit, damit wir eine entsprechende Kinderbetreuung bereitstellen können.
Vor allem wenn deine Kinder unter 6 Jahre alt sind, brauchst du mindestens eine zweite Betreuungsperson (die dann auch keine Kursgebühr zu zahlen braucht), damit du selbst wirklich teilnehmen kannst und die Kinder dennoch jederzeit eine*n verlässliche*n Asprechpartner*in haben, die auf ihre Bedürfnisse eingehen kann.
Kennenlernen durften wir das Trauern in Gemeinschaft durch die kraftvollen Rituale unserer Lehrerin Sobonfu Somé. Mehrere Jahre war Elke in Deutschland mit Circlewise die Veranstalterin für Sobonfu’s Workshops. Dadurch konnte sie diese intensiv miterleben, währenddessen und im Hintergrund in zahllosen Gesprächen mit Sobonfu über Trauerarbeit lernen und zunehmend auch mitgestalten (in Kooperation mit Judith Wilhelm von der Wildnisschule Wildeshausen).
Ohne Sobonfu’s unermüdliches Wirken könnte es unsere Arbeit heute nicht geben. Mit ihrem Scheiden aus dieser Welt entstand für uns die Notwendigkeit, eigene Wege des Trauerns in Gemeinschaft zu finden und zu kreieren.
Neben einer tiefen Beschäftigung damit, was Trauern heißt und warum es so wichtig ist und tatsächlich so gut tun kann, verband Elke die praktischen Erfahrungen im gemeinschaftlichen Trauern und viele der von Sobonfu gelehrten Perspektiven mit Erkenntnissen der westlich geprägten Psychologie und Trauma-Forschung. Sie betrachtete auch Begräbnisrituale in Europa und anderen Teilen der Welt und suchte nach einem geeigneten Fokuspunkt für Trauerrituale für Hier und Heute. Die entscheidende Inspiration dafür, ein Feuer-Ritual zum Trauern zu entwickeln, kam zum einen von rituellen Feuern in Turtle Island/Nordamerika (insbesondere der Anishinabe Nation), die dort auch als Rituale rund um Begräbnisse genutzt werden, sowie insbesondere von den Überlieferungen zu sogenannten „Not-Feuern“ im europäischen Raum.
Auf dem europäischen Kontinent sind verschiedene Not-Feuer-Bräuche auch heute noch weithin bekannt, bis vor wenigen Jahrhunderten wurden sie häufig entzündet, und in vielen Regionen auch des deutschsprachigen Raumes sind zahlreiche Feuer-Rituale als Brauchtum erhalten geblieben. Tatsächlich wäre der Begriff des Not-Feuers in der heutigen Zeit sehr passend für das, was ein Trauerfeuer alles ermöglichen kann.
2017 führte Elke einen ersten Trauerfeuer-Prototyp durch, den sie seitdem gemeinsam mit Aaron kontinuierlich weiterentwickelte. Statt konkrete kulturelle Elemente zu kopieren, entstanden unsere Formen der Trauerprozessbegleitung und auch unsere Trauerworkshops also aus der Synthese von persönlichen Erfahrungen im gemeinschaftlichen Trauern, westlich-wissenschaftlicher Forschung, einer Betrachtung der Grundmuster von verschiedenen Begräbnisritualen sowie dem kreativen Prozess, ein Feuer-basiertes Ritual von Grund auf zu erträumen, zu entwickeln und durchzuführen – authentisch für uns, für hier und für heute. In Gemeinschaft mit vielen teilnehmenden und mitwirkenden Menschen darf dieses Ritual sich weiter entwickeln und natürlich auch immer neu verändern – so wie es gerade gebraucht ist.
Im Sommer bieten wir Trauerfeuer-Workshops mit einem tatsächlichen großen Feuer an, im Winterhalbjahr sind wir indoor, mit einem Feuer in Form von hunderten Kerzen.
Beides sind Rituale, die auf eine Aneignung von Symboliken Indigener Kulturen verzichten, und die für Menschen aller Herkünfte, Religionen und spirituellen Überzeugungen zugänglich sind.
Durch das älteste aller Elemente können wir uns mit dem Ursprung des Universums verbinden. Feuer zu hüten und zu nutzen ist etwas, das Menschen schon seit unvorstellbar langer Zeit tun. Dabei kann uns jedes auch noch so kleine Feuer daran erinnern, dass irgendwann einmal inmitten eines dunklen, kalten Weltalls aus dem Nichts heraus die Grundlage für Leben entstanden ist – ein Wunder, das mit der Geburt neuer Sterne beständig wieder und wieder stattfindet.
Die Hitze und das gleißende Licht des brennenden Feuers, das Holzscheit für Holzscheit in Asche verwandelt oder sogar die größten Kerzen langsam aber sicher verbrennen lässt, können uns spürbar berühren. Indem wir den Wandel-Prozess der brennenden Scheite oder des flüssigen Wachses in Wärme, Licht, Rauch und Asche bezeugen, kann es auch für uns selbst etwas leichter werden, darauf zu vertrauen, dass aus unserem Verlust etwas neues für unser Leben entstehen wird.
Die tanzenden Flammen können uns auch daran erinnern, dass auch in uns selbst so etwas wie Feuer brennt, dass unseren körpereigenen Stoffwechsel ermöglicht. Auch dieses innere Feuer, ebenso wie das Feuer unseres Sehnens und Wünschens, können deutlicher werden und sichtbar und spürbar werden lassen, dass auch wir uns wandeln können, wenn es notwendig wird.
Das Feuer lädt uns ein, im Kreis zusammen zu kommen und die Tränen, den Schmerz, aber auch die Geschichten, die Lieder, die Freude und die Dankbarkeit, und die Stille miteinander zu teilen und uns gegenseitig in unserem Mensch-Sein zu bezeugen – in dem was schmerzhaft ist ebenso wie in der Freude, die wir erleben können.
Das flackernde, flüsternde Feuer kann uns durch unser Trauern hindurch auch zur Leichtigkeit des Lebens führen, zum Genuss und zur Dankbarkeit und zur Freude am Sein, die wir miteinander feiern werden – denn dank des intensiven, befreienden Trauerns wird dieser Workshop für viele Menschen letztendlich auch ein Fest der Lebensfreude.
Ein Trauerfeuer verbindet verschiedene hilfreiche Zutaten fürs Trauern miteinander:
Zum einen ist da der rituelle und symbolische Raum am Feuer, der etwas in uns anspricht, das vermutlich noch sehr viel älter ist als Worte.
Dazu kommt die traumasensible, psychologisch und nervensystem-informierte Begleitung, die dazu beiträgt, dass Prozesse weniger überfordernd werden oder auch leichter integriert werden können.
Da ist auch die Einbettung in Gemeinschaft, die es ermöglicht, sich als Teil eines größeren Netzes von Menschen zu erleben, die ebenfalls trauern und gleichzeitig auch immer wieder füreinander da sind und einander den Rücken stärken. Vor allem das Verhältnis von nur drei bis vier Teilnehmenden auf eine Team-Person ermöglicht ein tragfähiges und von Fürsorge geprägtes Netz innerhalb der Workshop-Gruppe.
Wir arbeiten bei all dem ohne starre Dogmen und ohne schnelle „Heilungsversprechen“, sondern mit einer tiefen Achtung vor der inneren Würde und Weisheit jedes Menschen.
Und wir sind da mit Offenheit für persönliche wie kollektive Trauer, für individuelle Geschichten ebenso wie für die Frage, wie wir als Gesellschaft mit Schmerz umgehen.
Dabei betrachten wir Menschen und ihre Schicksale nicht aus einer rein psychologischen Perspektive. Vielmehr schließen wir auch einen Blick auf bestehende Machtverhältnisse, strukturelle Gewalt, koloniale und patriarchale Strukturen mit ein – die zu einer sehr ungleich verteilten Betroffenheit von Leiden und Verlusten führen und ebenso zu ungleichen Zugängen und Ressourcen zum Umgang mit diesen Verlusten.
Das Trauerfeuer kann damit auch ein Raum sein, um leidvolle gesellschaftliche Verflechtungen zu spüren und diese auch trotz unterschiedlicher Positionierung und Privilegien gemeinsam oder nah beieinander ein Stück weit zu betrauern – ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einem solidarischeren und gerechteren Miteinander.
Trauerfeuer sind offen für Menschen unterschiedlicher spiritueller und religiöser Richtungen, ebenso wie für Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen. Wir arbeiten nicht in einer bestimmten religiösen oder spirituellen Tradition, sondern schöpfen aus dem hier und heute leicht zugänglichen Erleben von der unmittelbaren Wirkung des Feuers und der daraus entstehenden Symbolkraft, sowie aus einer persönlich erfahrbaren Verbindung zur Mitwelt und der zwischenmenschlichen Verbundenheit in unserer kleinen Gemeinschaft auf Zeit.
Du kannst deine eigene Weltanschauung mitbringen, und sie darf da sein, ohne dass du sie begründen oder erklären musst. Wichtig ist, dass du auch Toleranz für die Spiritualität anderer Menschen mitbringst.
Sollte dies schwer für dich sein, beispielsweise weil du dich einer bestimmten religiösen Weltsicht streng verpflichtet fühlst, ist das Trauerfeuer vermutlich kein passender Rahmen für deine Trauer. Falls es dir stimmig erscheint, kannst du aber einen Beratungstermin mit uns ausmachen, wo wir gemeinsam mit dir Möglichkeiten herausfinden können, wie du vielleicht einige passende Zutaten aus unserer Form der Trauerarbeit in deinen Kontext übersetzen könntest.
Wir sehen diese Angst nicht als Hindernis, sondern als etwas sehr Verständliches – eine Strategie, die irgendwann einmal wirklich lebensnotwendig war (oder dies sogar heute noch ist). Ein Abtauchen in die eigene Gefühlswelt oder ein sich hingeben an Trauerwellen kann gefährlich sein, wenn ich gerade wirklich funktionieren muss oder wachsam sein muss, um mich selbst oder meine Liebsten vor akuten Bedrohungen zu schützen.
Bleiben diese Umstände über lange Zeit bestehen, kann es auch in einem sichereren Raum erstmal schwierig sein, sich dem eigenen Körper mit all seinen Empfindungen und Gefühlen anzuvertrauen. Beim Trauerfeuer sagen wir: Du musst nichts erzwingen. Jede Person ist eingeladen, Schritt für Schritt zu schauen, was sich zeigen möchte. Es ist genauso willkommen, wenn du erstmal nur beobachtest, zuhörst, mit am Feuer sitzt, nur teilst, was du wirklich in dem Moment ausdrücken möchtest. Manchmal kann es sein, dass unser Körper und unser Nervensystem (fast) ein ganzes Trauerfeuer braucht, um sich zu orientieren und sich erst ganz langsam etwas sichererer mit der neuen, oft sehr ungewohnten Situation zu fühlen.
Wir begegnen dir in jedem Fall mit Respekt für dein Tempo, deine Ausdrucksweisen, deine Bedürfnisse. Wenn du möchtest, suchen wir auch gern vor Ort mit dir gemeinsam nach Möglichkeiten, um den Rahmen ein wenig umzugestalten, so dass es auch für dich stimmig und hilfreich sein kann.
Wir nehmen diese Sorge sehr ernst. Unser Team ist geschult in traumasensibler Begleitung und wir achten darauf, den Rahmen so zu gestalten, dass du dich – was auch immer auftaucht – nicht allein gelassen fühlen brauchst.
Du selbst hast die Möglichkeit, Tempo und Tiefe deiner Prozesse zu dosieren und wir werden dich dabei unterstützen, hierbei behutsam vorzugehen. Niemand wird gedrängt, Gefühle, Gedanken oder Erinnerungen zu teilen, die sich in dem Moment nicht stimmig anfühlen.
Es gibt auch jederzeit die Möglichkeit, dich zurückzuziehen, um mehr Pausen zu machen und du kannst dich in Notfällen Tag und Nacht bei uns melden, wenn du Unterstützung brauchst.
Das hängt von deiner persönlichen Situation ab. Ein sehr frischer Verlust kann bedeuten, dass dein System noch in einem Schockzustand ist. Für manche Menschen ist gerade dann eine Erfahrung von gehaltener Gemeinschaft hilfreich, andere brauchen zunächst mehr Ruhe oder individuellere Unterstützung.
Wenn du unsicher bist, kannst du vorab mit uns Kontakt aufnehmen, damit wir gemeinsam schauen können, ob ein Trauerfeuer in diesem Moment passend erscheint oder ob es zu einem späteren Zeitpunkt stimmiger sein mag.
Wenn du in einer sehr akuten seelischen Krise bist oder aktuell in intensiver psychotherapeutischer oder medizinisch-psychiatrischer Behandlung stehst, ist es sinnvoll, vor einer Anmeldung mit uns Kontakt aufzunehmen. Gemeinsam können wir klären, ob das Trauerfeuer in diesem Moment eine gute Ergänzung sein kann oder ob andere Formen von Unterstützung für den Moment geeigneter scheinen.
Wenn du dir noch unsicher bist, ob Trauerfeuer im Moment zu dir passt, oder wenn du besondere Fragen oder Bedürfnisse hast, kannst du dich jederzeit per E-Mail oder über das Kontaktformular bei uns melden.
Gerne vereinbaren wir ein kurzes Vorgespräch, telefonisch oder online. In diesem Gespräch geht es nicht darum, dich zu überzeugen, sondern gemeinsam zu schauen, ob sich dieses Format für dich im Moment stimmig und sicher anfühlt.
Der Workshop findet im Seminarzentrum Schloss Bettenburg statt, wunderbar ruhig, geschützt und geborgen auf einer Anhöhe gelegen, inmitten eines zauberhaften alten Landschaftsparks.
Aus den Zimmern und von der Terrasse hat man weiten Blick über das umgebende Land.
Hier findest du alle Informationen über den Platz: https://www.schloss-bettenburg.de.
Beginn: Montag, 27. Juli 2026 – Beginn mit dem Abendessen um 18:30 Uhr, Anreise ab 16:30 Uhr
Ende: Freitag 31. Juli 2026 um 14:00 Uhr, nach dem Mittagessen
Damit wir gemeinsam einen möglichst sicheren Raum aufbauen können, ist deine Anwesenheit während dieser gesamten Zeit notwendig, also vom Beginn bis zum Ende am Sonntag Mittag.
WICHTIG: Bei diesem Trauerfeuer werden Film- und Foto-Aufnahmen für unsere Öffentlichkeitsarbeit und für ein gemeinnütziges Film-Projekt erstellt. Solltest du nicht gefilmt oder fotografiert werden wollen, macht es Sinn, dich lieber für den November-Workshop anzumelden.
Beginn: Mittwoch, 25.11.2026 – Start mit dem Abendessen um 18:30 Uhr, Anreise ab 16:30 Uhr,
Ende: Sonntag 29.11.2026 14:00 Uhr, nach dem Mittagessen
Damit wir gemeinsam einen möglichst sicheren Raum aufbauen können, ist deine Anwesenheit während dieser gesamten Zeit notwendig, also vom Beginn bis zum Ende am Sonntag Mittag.
Kursgebühr Sommer: 540 € regulär, 390 € für Menschen, die bereits an einem Trauer-Workshop teilgenommen haben (bitte bei Anmeldung angeben).
Kursgebühr Winter: 560 € regulär, 390 € für Menschen, die bereits an einem Trauer-Workshop teilgenommen haben (bitte bei Anmeldung angeben).
Kinder bis 16 Jahre sind frei, Jugendliche bis 21 Jahre zahlen nur die Hälfte der Kursgebühr.
zuzüglich Unterkunft und Verpflegung, siehe aktuelle Preisliste im Schloss Bettenburg.
Für gerechtere gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht unser RISE Fonds für BIPoC, Jüd*innen, Sinti*zze und Rom*nja sowie für Trans*Personen eine kostenlose oder stark vergünstigte Teilnahme an unseren Bildungs-Veranstaltungen.
RISE steht für Reparation, Involvement/Teilhabe, Solidarität und Empowerment und der Fonds ist eine ganz konkrete Strategie um mit vereinten Kräften mehr gesellschaftliche Teilhabe und Gestaltungskraft für historisch und aktuell marginalisierte Bevölkerungsgruppen auf den Weg zu bringen.
Hier über unser Spendentool kannst du direkt und unkompliziert mit einer Spende unterstützen.
Wenn du zu einer dieser Personengruppen gehörst, melde dich gern bei uns, denn für die meisten Veranstaltungen vergeben wir mehrere Reparations-Freiplätze oder stark vergünstigte Teilnahmeplätze.
Mit unserem Wirken stehen wir dafür ein, historisch entstandene Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung in all ihren offensichtlichen und subtilen Erscheinungsformen sichtbar zu machen, in uns selbst und innerhalb der Gesellschaft, und wir streben danach, Räume zu kreieren, um diese aufzuarbeiten – für mehr Sicherheit, Gerechtigkeit, Freiheit und Zugehörigkeit für alle.
Hierfür bewegen wir uns in einem fortlaufenden Lern- und Entwicklungsprozess und freuen uns über Kritik, Anregungen und Feedback.
Wenn du spürst, dass dich das Trauerfeuer anspricht, kannst du dich entweder hier über die Buchungslinks zu einem der Termine anmelden – oder falls diese gerade nicht funktionieren, auch über unser Kontaktformular weiter unten.
Bitte beachte, dass eine nur teilweise Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich ist.
Nach Eingang deiner Anmeldung erhältst du von uns eine Bestätigung und weitere Informationen zu Anreise, Unterkunft, Verpflegung und was du mitbringen kannst, ebenso auch zu den Stornobedingungen, damit du gut für dich planen kannst.
Die Teilnahme an diesem Angebot kann keine therapeutische Begleitung ersetzen!
Wenn du das Gefühl hast, unter Angstzuständen, Depressionen oder anderen schwer auszuhaltenden seelischen Zuständen zu leiden – wisse, du bist nicht allein!
Falls du Zweifel hast, ob die Teilnahme für dich in Frage kommt melde dich bitte nochmal bei uns bzw. sprich darüber mit deiner therapeutischen Belgeitung, falls du eine hast.
Hilfe bekommst du bei zugelassenen Psychotherapeut*innnen, beispielsweise den hier im Verzeichnis aufgeführten Personen, vielleicht auch in deiner Region: https://www.somatic-experiencing.de/traumatherapeuten-finden/
In dringenden Fällen kannst du dich auch direkt an ein psychiatrisches Krankenhaus wenden oder den Notruf 112 wählen. Auch die Telefonseelsorge ist 24 Stunden kostenlos erreichbar (auch anonym): (0800) 1110111 oder (0800) 1110333 (für Kinder/Jugendliche)
Im Internet: www.telefonseelsorge.de
Rafael Heygster
Safer Spaces & Belonging