Ritualarbeit für regenerative Gesellschaftsgestaltung
…für das Entwickeln und Begleiten von trauma-informierten Ritualen
für Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen
Berufsbegleitende Weiterbildung mit 50 Präsenztagen
09. April 2026 bis 09. April 2028
= zehn Ausbildungsblöcke im Lauf von zwei Jahren
Seminarhaus Lindenhof
bei Tuttlingen
und
Hangab-Zentrum Bodensee
im Deggenhausertal
Für lebendige, authentische,
anti-koloniale Kultur
und Gemeinschaft
in aller Vielfalt
hier & heute.
Rituale können wie Nahrung für die Seele sein. Denn sie ermöglichen eine bewusst gelebte, persönliche, authentische und aktive Verbindung zu all dem, was in der Welt „unfassbar“ ist – und es auch trotz wachsender wissenschaftlicher Erkenntnisse vielleicht immer bleiben wird.
Dazu gehört zum einen all das, was wir die schöpferischen Kräfte des Lebens nennen könnten, all das was unsere Körper (und alle anderen auch) hervorbringt und ein Leben lang Tag für Tag lebendig erhält.
Auch jede einzelne menschliche Persönlichkeit in all ihren Facetten bleibt, egal wie sehr wir sie psychologisch analysieren, egal wie gut und inniglich wir einander oder uns selbst kennenlernen, auf viele Weisen doch letztendlich unfassbar.
Und sogar all jene Qualitäten, auf die wir als Menschen uns beziehen können, die wir vielleicht ersehnen und in denen wir im Leben Halt und Orientierung suchen und finden können, wie „Liebe“, „Frieden“ oder „Geborgenheit“, „Freude“, „Wunderbares“ oder „Freiheit“, sind trotz aller verfügbarer Definitionen und Erkenntnisse darüber, letztendlich doch in vielerlei Hinsicht unfassbar.
In Ritualen geben wir den Dingen eine Bedeutung, die weit über das rein Fassbare oder Messbare hinaus geht: Gegenstände, Orte, andere Lebewesen oder unser Tun und Verhalten beinhalten auf einmal mehr als das rein sichtbare. Was wir tun hat somit nicht mehr nur einen praktischen Wert für uns, sondern auch eine ideelle Bedeutung.
Wenn wir beispielsweise an einen Menschen oder an einen Ort denken, den wir sehr vermissen, könnten wir für deren Wohlergehen oder für unsere Verbindung, eine Kerze entzünden, einen Baum pflanzen, ein Foto aufstellen, ein Lied hören, dass uns an gemeinsame Zeiten erinnert, etwas kochen, das wir mit Erinnerungen verbinden, einen Herzenswunsch mit ein paar gesammelten Blütenblätter einem Fluss mit auf die Reise geben… und viele weitere Rituale, also bedeutungsangereicherte Handlungen, vollführen, um unserem großen, vielleicht auch schmerzlichen Sehnen einen Ausdruck zu schenken und es ins Tun zu übersetzen.
Rituale durchzuführen, kann uns als Menschen Entlastung ermöglichen. Oft schenken sie ein Gefühl von Erleichterung, denn sie signalisieren Überschaubarkeit und Handlungsfähigkeit selbst angesichts von unendlicher Komplexität und einer Menge Nicht-Wissen-Können. Wie der Benediktiner-Mönch David Steindl-Rast einmal beschrieben hat, erlauben Rituale uns quasi einen Zugang zur unendlichen, für den menschlichen Verstand letztendlich unfassbaren Wirklichkeit des Seins zu kreieren, ohne uns dabei selbst zu überfordern.
Durch Rituale können wir „unfassbare“, aber sich für uns selbst dennoch äußerst real anfühlende Verbindungen kreieren, die wie ein Rettungsanker sein können, auch und gerade wenn alles andere zu zerbrechen scheint.
Rituale können somit eine essentielle Zutat zum Leben sein, eine „Ressource“ für Menschen, die Halt, Geborgenheit und Orientierung schenkt.
Eine auf diese Weise erfahrungsorientierte, auf der persönlichen Beziehung zur Welt basierende Spiritualität kann wie ein Fels in der Brandung sein – gerade inmitten der jetzt oft überwältigenden Komplexität der gesellschaftlichen Vorgänge und angesichts der bedrohlichen Herausforderungen vor denen die Menschheit stehen.
Vor allem gilt dies, wenn sie ideologiefreie, undogmatische und lebensbejahende Ausdrucksformen findet, die machtkritisch sind und überlieferte Dynamiken von Herrschaft und Unterdrückung auflösen helfen.
Rituale können es erleichtern, seelische, gesellschaftliche und ökologische Not zu überstehen, und schöpferisch dazu beizutragen, sogar Freude und Frieden inmitten vom Chaos immer wieder selbst zu erleben und auch für andere schenken zu können.
Rituale können es uns ermöglichen, in einer gefühlten Verbindung mit unserer inneren Beobachter*in zu sein, oder dem, was wir vielleicht als Wesenskern oder „Seele“ erfahren oder uns vorstellen. Dabei erleichtern sie es oft, deutlicher und klarer zu spüren: Wer wir (jetzt gerade) sind, was unser Platz ist, wo unser Weg weiterführt und wie wir dem Leben dienen können, zum Wohle aller Wesen.
Sie wurden auch seit dem Anbeginn der Menschheit in allen Teilen der Erde genutzt, um Gemeinschaft zu stärken und zu erneuern.
Ritualarbeit kann es uns ermöglichen, allein oder in Gemeinschaft mit anderen die großen Geheimnisse des Lebens zu spüren, Unsichtbares „sichtbar“ und Unfassbares „anfassbar“ zu machen. Sie erlauben es uns, mit dem Raum unseres Bewusstseins und unseres Geistes auf eine Weise zu tanzen, die ganz unterschiedliche Qualitäten und Wirkungen entfalten kann: verbindend, bestärkend, beruhigend oder aktivierend, Frieden oder Freude spendend und schier unendlich vieles mehr.
Die Erfahrungen und Kompetenzen, die wir uns durch die Beschäftigung mit Ritualarbeit aneignen, können wir dabei nicht nur innerhalb von Ritualen im engeren Sinne zum Einsatz bringen, sondern sie können unserem gesamten Wirken in der Welt nützen – in allen Berufsfeldern und im privaten Leben.
Dabei scheinen Rituale sogar dann auf uns zu wirken, wenn wir gar nicht an sie glauben, wie Francesca Gino und Michael Norton von der Harvard Business School seit einigen Jahren erforschen. Norton beschreibt zudem zahlreiche Studien, die deutlich zeigen, dass auch ein Großteil der im westlichen Kulturkreis sozialisierten Menschen zu vielen alltäglichen und besonderen Gelegenheiten ganz aktiv Rituale durchführt – auch wenn sie sich dessen oft nicht bewusst sind.
Wenn wir Rituale bewusst erträumen, entwickeln, gestalten und durchführen, können wir sie individuell und auch gemeinschaftlich dafür einsetzen, in all unserem Tun und in allen sozialen Räumen, die wir mitgestalten, grundlegende Werte wie Mitgefühl, Frieden und aktive Nächstenliebe wirkungsvoll zu verankern.
Ritualarbeit kann uns ganz wesentlich dabei helfen, mit unserem Handeln, unseren Entscheidungen und unserem Wirken in der Welt unseren Werten einen tatkräftigen Ausdruck zu verleihen.
Spirituelles Erleben ist unserer Sicht nach eine bereits durch unsere Biologie, unsere körperliche Grundausstattung, in uns Menschen angelegte Möglichkeit.
Dank unseres Großhirns, insbesondere unseres Stirnlappens sind fast alle Menschen in der Lage, „mentale Reisen“ durch Zeit und Raum zu vollziehen. Wir können hier und jetzt etwas spüren, mehr oder weniger deutlich wahrnehmen, was eine Erinnerung ist oder eine Fantasie für die Zukunft oder etwas, das wir an einem anderen Ort vermuten oder uns wünschen würden. Dabei können wir je nachdem Bilder sehen oder Geräusche oder Stimmen hören, die niemand anders in der Situation so wahrnehmen würde – die in uns aber sogar intensivste Emotionen und Gefühlsnuancen wecken können.
Das könnte beispielsweise Dankbarkeit sein oder ein Gefühl, geliebt, beschützt und gesegnet zu sein (beispielsweise von der Erde, von Gott, von Verstorbenen). Wir könnten, wenn wir am Rand des Meeres stehen oder auf einem hohen Berg, vielleicht einen große, umfassenden Frieden in uns und um uns spüren, den wir uns für die Welt ersehnen und den wir im Gebet dann direkt und wie anwesend fühlen können, und vieles vieles vieles mehr.
Die Eindrücke, die wir über unsere Sinne sammeln verknüpfen sich mit persönlich erfahrenen und überpersönlich (also kultur-bedingt) präsenten Symbolen und Interpretationsweisen. So entsteht in uns das individuelle, mit unserer Sinneswahrnehmung und unseren Empfindungen verknüpfte Erleben ebenso wie die verschiedenen Deutungsebenen, die uns zugänglich sind und die sich daraus ergebenden Emotionen, die das Ganze angenehm, verlockend oder abschreckend oder herausfordernd machen können.
Zu allem was an einer Erfahrung sichtbar oder messbar ist, mischt sich somit stets ein enormer Teil von Unfassbarem mit dazu, der unser Erleben und unsere Bewertungen von Situationen beeinflusst und für Menschen ebenso real sein kann (oder manchmal sogar noch wahrhaftiger und relevanter als das oberflächliche Erleben).
Mit der Fähigkeit für dieses „spirituelle“ Erleben scheint für einen großen Teil der Menschen auch ein Bedürfnis danach verbunden zu sein, ein Hunger und eine Sehnsucht nach Gegenständen, Bildern oder Handlungen, die einfach mehr bedeuten.
Unser Anliegen ist es dabei, das Menschen dieses Bedürfnis für sich selbst und zusammen mit ihren Mitmenschen auf Weisen versorgen können, die sich nicht nur individuell gut anfühlen, sondern auch anderen Menschen, der Gesellschaft und dem lebendigen System Erde dienen.
In unserer Herangehensweise geht es nicht darum, eine bestimmte, besonders wahrhaftige oder gar einheitliche Form der Spiritualität zu finden, sondern jenseits von, aber auch innerhalb von institutionalisierten Religionen die individuellen Zugänge (und auch die Vielfalt gemeinschaftlicher Zugänge) zu würdigen.
Schöpfungskraft und -Kräfte entziehen sich unserer Logik, sind nicht messbar, quantifizierbar, kontrollierbar.
Das Wunder des Lebens ist erstaunlich. Was ist es, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält? Niemand weiß es. Und doch können wir als Menschen eine Beziehung zu den zahllosen uns umgebenden und in uns wohnenden Geheimnissen aufbauen.
Kinder entwickeln in ihren ersten Lebensjahren eine „animistische“ Haltung gegenüber der Welt. Das heißt, sie sehen alle Wesen, auch Steine oder die Erde als beseelt an, und vertreten eine magische Sicht auf Geschehnisse.
Zahlreiche anthropologische Studien zeigen, dass der sogenannte Animismus eine Weltsicht ist, die sich vermutlich schon ganz zu Beginn der Menschheitsgeschichte entwickelt hat und an allen Orten der Erde in der Mehrzahl aller Kulturen bewahrt wurde – vielleicht weil Animismus der Realität sehr nahe kommt?
Ob das stimmt oder nicht, ist nicht beweisbar – ganz sicher ist aber, dass eine animistische Weltsicht uns als Menschen dabei helfen kann, respektvoll mit unserer nicht-menschlichen Mitwelt umzugehen.
Animistisches Denken kann, wenn es nicht unterdrückt und umgelenkt wird, auch im westlichen Kulturkreis bis ins Erwachsenenalter lebendig bleiben, und wie empirische Studien zeigen, sogar ganz wunderbar auch mit wissenschaftlichen Denkweisen Seite an Seite existieren.
Wir glauben, dass wir mit dieser Ausdrucksform von Spiritualität als Menschheit auf Augenhöhe, mit Respekt gegenüber den anderen Wesen der Erde existieren können. Statt uns alles „untertan“ zu machen, können wir es so vielleicht schaffen, vielmehr als Hütende und Hegende die Vielfalt und Fülle der Ökosysteme zu erhalten und zu mehren (wie viele indigene Kulturen dies bis heute vorleben).
Eine derart „naturverbundene“ Spiritualität, die durch das eigene bewusste Erleben und Wahrnehmen vom Leben um uns herum und auch in unseren Körpern genährt werden kann, kann dabei helfen, mit Ehrfurcht, Demut und Dankbarkeit durchs Leben zu gehen – Kompetenzen, die gerade in schwierigen Zeiten sehr hilfreich sein können.
Unser Anliegen ist es dabei, nicht nur den großen Religionen, sondern gerade auch individuellen, erfahrungsbasierten (und damit immer einzigartigen) Formen einer lebensbejahenden, im Ökosystem Erde verwurzelten Spiritualität einen Raum zu geben. Es geht uns auch darum, diesen respektvollen und erfahrungsbasierten Ausdrucksformen von Spiritualität einen festen Platz im gesellschaftlichen Leben einzuräumen – etwas das jenseits von Religion, aber sogar auch innerhalb bestehender religiöser Kontexte möglich sein kann.
Diese können wichtige Zutaten für eine Gesellschaft sein, in der Menschen sich selbst und einander als Teil eines Wunders erfahren können und ihre individuellen Qualitäten beitragen und auch mit ihren ebenso dazugehörigen sogenanten Schwächen und letztendlich mit ihrer ganzen Menschlichkeit einander willkommen heißen und ein Zuhause schenken können.
Wir halten viele gerade in der Esoterik-Szene verbreitete Umgehensweisen mit dem menschlichen Bedürfnis nach Spiritualität für potentiell gefährlich, die wir in unserer Arbeit konsequent vermeiden:
Der Kern unseres Verständnisses von Spiritualität und unserer Ritualarbeit für regenerative Gesellschaftsgestaltung sind also Werte und eine klare Ausrichtung darauf, menschenfreundliches, lebensfreundliches Denken und Handeln zu fördern, das sich nicht gegen die Gesellschaft richtet oder jenseits von ihr vor sich hin existiert, sondern vielmehr für sie und mit ihr wirkt.
In dieser Weiterbildung werden wir dir jede Menge gesammeltes Wissen und Handwerkszeug vermitteln, das deine Arbeit als Ritualwerker*in für regenerative Gesellschaftsgestaltung ganz grundlegend unterstützen kann.
Zusätzlich geben wir dir in der Weiterbildungszeit auch persönlich einen Rahmen für tiefe und authentische Verbindung zur nicht-menschlichen Mitwelt, unterstützen und begleiten dich dabei, durch Rituale und zahlreiche Übungen deinem eigenen Wesenskern, so wie du ihn verstehst, näher zu kommen.
Dabei kannst du dich als Teil einer lebendigen Gemeinschaft erfahren und deine ganz individuellen Verbindung zum Unfassbaren und zu den schöpferischen Kräften des Lebens stärken – so dass sie eine beständige und verlässliche Quelle von Kraft für deinen Alltag und dein Berufsleben sein kann.
Die gemeinsamen Erlebnisse, Lerninhalte und der intensive Austausch miteinander erschaffen einen fruchtbaren Raum, in dem du Schritt für Schritt erlernen kannst, kraft- und wirkungsvolle Rituale für dich selbst und für die Menschen um dich herum zu entwickeln, anzuleiten und zu begleiten.
Dabei sind – je nach deiner Neigung und passend für deinen Lebens- und Berufsweg – sowohl umfangreiche und aufwändige Rituale für viele Menschen möglich, als auch unscheinbare, doch ebenso kraftvolle Rituale, die in allen Lebens- und Berufsfeldern hilfreich sein und einen echten Unterschied machen können.
Eine lebendige “Ritual-Werkstatt”
Unsere Arbeit gründet sich auf unsere persönlichen Lernerfahrungen und allgemeine Prinzipien für Ritualarbeit, von denen die ersten uns ursprünglich von unserer 2017 verstorbenen Lehrerin Sobonfu Somé (vom Volk der Dagara in Westafrika) weitergegeben wurden.
Sobonfu hat (im Gegensatz zu vielen anderen Indigenen spirituellen Lehrer*innen) von Anfang an ihr Hauptaugenmerk darauf gerichtet, allgemeine Prinzipien zu vermitteln (statt konkrete kulturelle Elemente hierher zu kopieren) und ihre Schüler*innen beständig darin bestärkt, unsere eigenen, für hier und heute authentische Ausdrucksformen und Handlungsweisen der Ritualarbeit zu (er)finden.
Wir nennen unsere Ausbildung deshalb auch heute noch gern eine “Ritual-Werkstatt”: Es geht ums Ausprobieren, Erforschen und Entwickeln, gemeinsam mit euch als Teilnehmenden und passend zu dem was gesellschaftlich und persönlich Aufmerksamkeit braucht, angereichert mit dem wachsenden Wissen von diversen Autor*innen, die sich mit relevanten Themen beschäftigen, sowie unserer eigenen langjährigen Erfahrung im Entwickeln, Durchführen und Begleiten von Ritualen.
Eine Grundfrage dabei ist für uns:
Viel Hintergrundwissen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, v.a. aus der (neuro-)psychologischen Forschung, fließt in die Ausbildung ebenso mit ein, wie das unmittelbare Erleben und Erfahren der Natur mit allen Sinnen.
Uns ist es ein Herzensanliegen, dass das im Westen weithin spürbare Vakuum an spirituellen Erfahrungen nicht als eine Fortführung des Kolonialismus durch die Aneignung von Traditionen anderer Kulturen geschieht, sowie auch nicht als mechanisches Kopieren alter Riten der kulturellen Vorfahren in Mitteleuropa oder in anderen Teilen der Erde – sondern auf eine in unserem tatsächlichen Erleben verwurzelte, lebendige, authentische, zeitgemäße und soziale Gerechtigkeit stärkende Art und Weise.
Beginnend bei dir selbst
Zugang zum Sinn des eigenen Lebens finden, den eigenen Lebenssinn spüren, scheint für uns als Menschen eine elementare Erfahrung, um gesund und glücklich zu sein.
In der Weiterbildung wirst du deshalb auch Herangehensweisen und Methoden kennen und umsetzen lernen, die dich ganz persönlich nähren und stärken können, gerade auch im westlichen Lebensalltag und in der heutigen Zeit von Krisen und Wandel.
Die Ausbildung kann dich darin unterstützen, wahrzunehmen, zu würdigen und aktiv für all das einzutreten, was du hier und heute als ein Mensch auf der Erde für das Leben bewirken kannst.
Mit all dem was dich ausmacht kannst du im Rahmen der Weiterbildung auch erleben, wie es sich anfühlt, in unserer Ausbildungsgruppe, eine Zeit lang Teil einer lebendigen, wirkkräftigen und sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft zu sein.
Die Ausbildung ist eine intensive und fordernde Erfahrung in mitweltbezogener, spiritueller Arbeit mit dir selbst und gemeinsam mit der Ausbildungsgruppe. Sie dient deinem persönlichen Wachstum und deiner eigenen Selbstfindung, viel mehr aber noch deiner Kompetenz, für andere da zu sein und auf eine wirkungsvolle Weise Raum zu halten im Einklang mit deinen persönlichen Bedürfnissen und gleichzeitig im Dienst für deine größere Gemeinschaft, also für die Menschen die dich zuhause in deinem jeweiligen Kontext umgeben.
Für eine Teilnahme an dieser Ausbildung gibt es keine formalen Zugangsvorraussetzungen.
Besonders hilfreich kann sie sein, wenn du in einem der folgenden Tätigkeitsfelder unterwegs bist:
Durch deine Teilnahme an dieser Ausbildung kannst du Grundlagen und wesentliche Bestandteile von trauma-informierter Ritualarbeit für regenerative Gesellschaftsgestaltung erlernen und diese in deinem ganz persönlichen Lebens- und Arbeits-Kontext hier und heute nutzen lernen, entsprechend deiner persönlichen Qualitäten und Ausrichtung.
Du kannst lernen, selbst Rituale für andere Menschen und auch gemeinsam mit anderen Menschen zu entwickeln, anzuleiten und zu begleiten, innerhalb deines persönlichen Lebens-, Arbeits- oder Gemeinschaftskontexts.
Die Ausbildung besteht dabei insgesamt etwa zu einem Drittel aus theoretischen Inputs und Wissensvermittlung/Vorträgen, etwa zu zwei Dritteln aus Übungen, (Selbst-) Erfahrungs- und Reflexionsräumen.
Die Ritualausbildung dauert 2,5 Jahre. Sie umfasst 50 Präsenztage, sowie einige praktische Aufgaben für manche der Zwischenzeiten.
1. 26.-30. November 2025, im Weiterbildungspreis inkludierte Teilnahme am Trauerfeuer-Workshop oder einer der anderen Trauerfeuer-Workshops falls Termin nicht möglich (Schloss Bettenburg)
2. 09.-12. April 2026 (1. Ausbildungsblock/Seminarhaus Lindenhof)
3. 04.-07. Juni 2026 (Camp am Hohlenstein)
4. 01.-05. Juli 2026 (Camp am Hohlenstein)
5. 12.-15. November 2026 (Seminarhaus Lindenhof)
6. 25.-28. März 2027 (Seminarhaus Lindenhof)
7. 03.-06. Juni 2027 (Camp am Hohlenstein)
8. 10.-21. Juli 2027 (Camp am Hohlenstein)
9. 11.-14. November 2027 (Seminarhaus Lindenhof)
10. 06.-09. April 2028 (Seminarhaus Lindenhof)
Normalpreis: 2 Raten zu je 3.290 € (= 132 € pro Weiterbildungstag)
Reduzierter Preis für Geringverdienende: 2 Raten zu je 2.990 €
Solidarpreis: 2 Raten zu je 3.590 € (damit unterstützt du, dass auch weniger privilegierte Personen teilnehmen können)
In Ausnahmefällen ist nach Absprache eine Zahlung in kleineren Raten möglich, ab dem Zeitpunkt der Anmeldung.
(zuzüglich Kosten für Unterkunft und Verpflegung am jeweiligen Seminarort)
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Das Seminarhaus Lindenhof ist ein wunderbar friedlicher Einzelhof, am Rande der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald über dem Tal der jungen Donau. Ausgehend vom Luftkurort Möhringen führt ein drei Kilometer langer ansteigender Waldweg raus aus dem Alltag und dem Himmel ein Stück näher:
Auf einer Hochebene von etwa 900m Höhe gelegen befindet sich der Lindenhof, mit Sauna, Schwimmteich und vielen lauschigen Plätzchen im weitläufigen Gartengelände. Alle Mahlzeiten stammen aus der hauseigenen vegetarisch/veganen, regionalen Bio-Küche.
Einige Ausbildungsblöcke werden im Camp oberhalb eines kleinen, familiären Gemeinschaftsprojektes im Deggenhausertal stattfinden, am Südhang einer Hügelkette, von der aus wir bei klarem Wetter den weiten Blick auf den Bodensee und die Alpen genießen können, inmitten von saftigen Wiesen und Weiden, umgeben von Buchen-Fichten-Mischwald und munteren kleinen Bächen.
Wir versammeln uns regengeschützt um eine Feuerstelle, in unserem beheizbaren, rustikalen Essensraum oder unserer Seminarjurte.
Schlafen ist im eigenen Zelt möglich, bei Bedarf für mehr Komfort auch selbstorganisiert in Pensionen/Hotels in der Nähe.

Trauerprozessbegleitung