Circlewise Leadership
…Weiterbildung für verbindungsbasiertes, trauma-informiertes Führen, Begleiten und Gestalten –
für regeneratives Miteinander in sozialen Räumen und Initiativen
Berufsbegleitende Weiterbildung mit 24 Präsenztagen
17. Sept. 2026 bis 03. Okt. 2027
1 Jahr = sechs Ausbildungsblöcke mit jeweils 4 Tagen
Seminarhaus Lindenhof bei Tuttlingen
und
Haus Ebersberg bei Kassel
Für Zugehörigkeit, sozialen Zusammenhalt und regeneratives Miteinander
in deinen Teams, Netzwerken, Organisationen, Veranstaltungen und Inititiativen
Menschen sind zutiefst soziale Wesen. Wir alle brauchen bestärkende und unterstützende soziale Strukturen und ein Erleben von Zugehörigkeit und Verbindung.
Dabei geht es nicht nur um persönliches Wohlbefinden, sondern auch um kollektive Resilienz und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Schaffen wir es, das soziale Miteinander in unseren Teams, Initiativen, Netzwerken, Organisationen, Unternehmen und informellen Kreisen auf eine lebensförderlichere, respektvollere oder sogar liebevollere Weise zu gestalten, können wir damit enorm viel bewegen.
Der Begriff „regenerativ“ wird oft genutzt, um eine Vielfalt und Fruchtbarkeit aufbauende Nutzung von Landschaften zu beschreiben. Statt einseitiger Ausbeutung sind die ökologischen Beziehungen von Gegenseitigkeit und Fürsorge geprägt.
Auch im menschlichen sozialen Leben, im Job, in Projekten, in Organisationen, in Familien und Freundeskreisen, im Gemeinwesen und im Aktivismus ist es notwendig, regenerative Formen des Miteinanders zu gestalten und zu pflegen.
Denn auch die sinnvollsten Initiativen können scheitern, wenn das Miteinander auf Dauer mehr Stress, Frust oder Leid erzeugt, als Freude, Sinn und Zugehörigkeit zu stiften.
Oftmals liegt dies an unbewusst verinnerlichten kolonialen und patriarchalen Muster von Dominanz, die viele von uns in uns tragen und die so auch ungewollt in den Raum zwischen uns finden.
Fehlen dadurch Vertrauen, Geborgenheit, Wertschätzung und Mitgefühl oder auch Autonomie und Entfaltungsraum, ist es schwer, dranzubleiben. Gerade wenn Krisen, Konflikte oder schwierige Phasen anstehen, brauchen wir oft ein ganz anderes, ein regenerativeres und gleichwürdiges Miteinander.
Verbindungskultur kann dabei helfen, füreinander und miteinander neue soziale Spielregeln zu kultivieren. Dabei können wir intensive Referenzerfahrungen für ein gemeinschaftliches Miteinander machen und unser Zusammensein und Zusammenwirken lebensfreundlicher gestalten.
Durch die Qualität der Verbindungen zwischen uns wird es möglich, ein essentiell hilfreiches soziales Netz für Handlungsfähigkeit und Wirkkraft zu weben.
So ein Netz kann uns selbst tragen und uns dabei helfen, leichter tragfähige zwischenmenschliche Brücken zu bauen und gemeinsam mit anderen Menschen aus anderen Lebensrealitäten noch viel mehr zu bewirken.
In einer Zeit in der vieles um uns herum und vielleicht auch in uns zerbricht, wird um so deutlicher, wie sehr wir einander brauchen, um Qualitäten wie Sicherheit, Versorgtsein, Frieden, Gerechtigkeit oder Freiheit erfahren zu können. Nicht eines davon könnte irgendjemand ganz alleine schaffen.
Mit Verbindungskultur können wir dafür einstehen, dass jede Person einzigartig ist und vieles in sich trägt, womit sie zur Gestaltung dieser Welt beitragen kann.
Indem wir gemeinsam hierfür Raum eröffnen, können wir schöpferische Wege dafür finden, trotz Überforderung oder auch Verzweiflung immer wieder einen neuen Schritt zu wagen, um weiter zu wirken, miteinander füreinander zu sorgen und das Leben um uns herum zu nähren.
Seit 2011 werden die Veranstaltungen vom Circlewise Institut besonders für die intensiven Gemeinschaftserfahrungen geschätzt.
Wie ist es möglich, solche Qualitäten von lebendiger, verbundener und tragfähiger Gemeinschaft zu kreieren?
Das Herz und Grundgerüst unserer Veranstaltungen – das wir Verbindungskultur nennen – verknüpft Werte, Prinzipien, Methoden und Muster zum Gestalten eines verbindungsbasierten regenerativen Miteinanders.
Ein wirklich nährendes und Halt gebendes Miteinander zu begünstigen und zu kultivieren, bietet nicht nur einen fruchtbaren Boden für transformative Lernerlebnisse.
Sondern es ist eine essentiell not-wendige Zutat für eine Zukunft, die in vielfacher Hinsicht unsicher oder sogar bedrohlich erscheint.
Mit verbindungsbasiertem Führen, Gestalten und Begleiten können wir Raum für Akzeptanz und Respekt ermöglichen. Wir machen Wertschätzung spürbar. Mit offenem, ehrlichen und verletzlichen Austausch begünstigen wir einen liebevollen Umgang mit Fehlern oder Scheitern, mit Schuld und Scham – für viel mehr Solidarität.
Dabei heißen wir uns als Menschen in all unserer Menschlichkeit willkommen – nicht nur als gern gesehene Gäste. Vielmehr begünstigen wir, dass wir einander „ein Zuhause schenken“ können, zu dem wir uns wirklich zugehörig fühlen und das wir selbst auch mitgestalten können.
Verbindungskultur kann es erleichtern, mit Humor, Neugier und Demut an Herausforderungen heranzutreten und wirk-kräftige Werkzeuge zu nutzen, um diesen kreativ zu begegnen. Dazu gehört auch, mit Fürsorge auf unsere Körper zu schauen und deren Lebendigkeit zu würdigen, zu nähren und zu feiern.
Die Abläufe und Herangehensweisen von Verbindungskultur verankern unser Tun in Tugenden (Meta-Skills) und Werten, die dazu beitragen wollen, das Hier und Jetzt sehr viel geborgener zu machen. Und sie helfen auch, immer wieder Aufmerksamkeit darauf zu richten, das wir als Menschen nicht nur zu kleinen, überschaubaren Kreisen gehören.
Sie hilft, erfahrbar zu machen, dass untrennbar mit allen Menschen und mit der größeren Lebensgemeinschaft der Erde verbunden sind. Mit Verbindungskultur können wir einander daran erinnern, dass wir ein Teil von etwas sehr Großem sind und durch unser Wirken dieses Lebensnetz auch zurücknähren können.
Verbindungskultur lädt dazu ein, individuelle und persönliche Formen von Spiritualität und Verbindung zur Mitwelt als Inspirationsquelle und für innere Ausrichtung zu nutzen, Präsenz und Gewahrsein zu stärken und auch das menschliche Bedürfnis nach schöpferischem Ausdruck und kreativem Tun zu stillen.
Verbindungsbasiert zu führen ist eine Möglichkeit, hier und heute Räume und Netzwerke von echter, tragfähiger Gemeinschaft zu erschaffen und lebendig zu erhalten.
Gerade in Zeiten großer Belastungen, wo Chaos und Unsicherheit, Konflikte oder Not für viele Menschen zum Alltag dazu gehören, kann dies im wörtlichen Sinne not-wendig sein.
Die Inhalte und Lern-Erfahrungen, die auf dich warten sind komplex, aber nicht kompliziert. Ihre Wirkkraft liegt vielmehr in der Einfachheit und in unserer Fähigkeit an etwas anzuknüpfen, das zutiefst menschlich ist.
Demokratiestärkende Führungskompetenzen
Verbindungszentriert Gestalten und Steuern in Projekten und Organisationen
Zwischenmenschliche Verbindung und Kommunikation
Beziehung zur Welt, zum Leben und zum Selbst
Entwicklung von Tugenden/Meta-Skills
Arbeitest du mit Gruppen, als Führungsperson oder co-kreativ in einem Team, Projekt oder Initiative und möchtest:
Dann könnte unser Leadership Training genau das Richtige für dich sein!
Die Weiterbildung wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.
(Termin-Änderungen sind in Ausnahmefällen möglich)
Beginn jeweils um 12:00 Uhr mit Anreise und Vorbereitungszeit, 12:30 Uhr Mittagessen und ab 13:30 Uhr Programmstart.
Ende jeweils am Sonntag gegen 13:00 Uhr (mit anschließenden Mittagessen).
Die Teilnehmer-Anzahl ist begrenzt, in den letzten Jahren war diese Weiterbildung ausgebucht und frühe Anmeldung wird empfohlen. Solltest du keinen Teilnahmeplatz mehr bekommen, setzen wir dich gern auf unsere Warteliste.
4.290 € Normalpreis
3.490 € Reduzierte Kursgebühr für Geringverdienende (frühe Anmeldung empfohlen)
4.690 € Solidarpreis – damit unterstützt du die Teilnahme von weniger privilegierten Personen
zzgl. Unterkunft & Verpflegung im Seminarhaus Lindenhof
(In Ausnahmefällen ist eine Zahlung in Raten möglich, ab dem Zeitpunkt der Anmeldung.)
Unser Preissystem dient dazu, nach dem Solidarprinzip strukturell benachteiligten Personengruppen den Zugang zu unseren Weiterbildungen zu erleichtern.
Oft bezahlen Arbeitgeber*innen für diese Ausbildung oder geben einen Zuschuss – Nachfragen lohnt sich!
Für Menschen aus gesellschaftlich besonders diskriminierten Bevölkerungsgruppen vergeben wir zusätzlich eine begrenzte Anzahl an Freiplätzen:
Für gerechtere gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht unser RISE Fonds für BIPoC, Jüd*innen, Sinti*zze und Rom*nja sowie für Trans*Personen eine kostenlose oder stark vergünstigte Teilnahme an unseren Bildungs-Veranstaltungen.
RISE steht für Reparation, Involvement/Teilhabe, Solidarität und Empowerment und der Fonds ist eine ganz konkrete Strategie um mit vereinten Kräften mehr gesellschaftliche Teilhabe und Gestaltungskraft für historisch und aktuell marginalisierte Bevölkerungsgruppen auf den Weg zu bringen.
Hier über unser Spendentool kannst du direkt und unkompliziert mit einer Spende unterstützen.
Wenn du zu einer dieser Personengruppen gehörst, melde dich gern bei uns, denn für die meisten Veranstaltungen vergeben wir mehrere Reparations-Freiplätze oder stark vergünstigte Teilnahmeplätze.
Mit unserem Wirken stehen wir dafür ein, historisch entstandene Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung in all ihren offensichtlichen und subtilen Erscheinungsformen sichtbar zu machen, in uns selbst und innerhalb der Gesellschaft, und wir streben danach, Räume zu kreieren, um diese aufzuarbeiten – für mehr Sicherheit, Gerechtigkeit, Freiheit und Zugehörigkeit für alle.
Hierfür bewegen wir uns in einem fortlaufenden Lern- und Entwicklungsprozess und freuen uns über Kritik, Anregungen und Feedback.

Trauerfeuer-Workshops